About me
Short CV
Elena Artisi begann 2017, nach zwei Semestern im Jungstudium für Gesang an der Hochschule für Künste Bremen, ihr Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien und der Sapienza Università di Roma, welches sie 2023 mit einem Master of Arts abschloss. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und ist nun im Alumna-Kreis der Stiftung. Neben dem Studium arbeitete Elena Maria Artisi als Regieassistentin für verschiedene Opern- und Theaterhäuser, sowie Festivals, darunter Theater an der Wien, Innsbrucker Festwochen für Alte Musik und Aalto Theater Essen. Von Oktober 2022 - Juni 2026 studierte sie Musiktheaterregie an der MDW Wien in der Klasse von Roland Schwab und realisiert im Zuge dessen eigene Projekte als Regisseurin, u.a. eine Bearbeitung von Thomas Bernhards DER TEATERMACHER, die Kammeroper RADAMES von Peter Eötvös, THE BOATSWAIN'S MATE von Ethel Smyth und als Diplominszenierung Juni 2026 ORFEO:EURIDICE:SCHATTEN, eine Verschränkung von Monteverdis Oper ORFEO mit Texten von Elfriede Jelinek SCHATTEN.EURYDIKE SAGT. In ihrer Arbeit sucht Elena Artisi, die Grenzen von Genre- und Geschlechterstereotypen auszudehnen und zu überwinden. In der Spielzeit 2025/2026 feierte ihre Inszenierung von LUCIA DI LAMMERMOOR von Donizetti am Theater Altenburg Gera Premiere, wofür sie mit dem Götz Friedrich Preis der Deutschen Oper Berlin ausgezeichnet wurde. In der Spielzeit 2026/2027 kehrt sie mit LA TRAVIATA ans Theater Altenburg Gera zurück. Im April 2027 wird sie mit GOLD! am Theater an der Wien debütieren und darauf an der Oper Graz Strauss' Klassiker ELEKTRA inszenieren.
Künstlerische Vision
Durch meinen musikwissenschaftlichen Hintergrund ist mein Augenmerk in der Regie auf Werke gefallen, die nicht dem klassischen Kanon angehören, dies sind vor allem zeitgenössische Opern und Werke von Komponistinnen. Es ist mir wichtig, neue Geschichten und Formate auf die Bühne zu bringen und so Menschen zu erreichen, die vom Kanon sonst ausgeschlossen blieben. Beim klassischen Repertoire versuche ich stets, vermeintlich "normale" Sichtweisen zu hinterfragen, sogenannte "schwache" Charaktere zu stärken und Frauen in den Vordergrund zu stellen. Dabei liegt mir der Raum als Spielpartner im doppelten Sinne besonders am Herzen: einerseits in Hinblick auf einen hohen ästhetischen Anspruch, andererseits als Dialogpartner, um mit dem Publikum zu kommunizieren.
Als Tochter einer Opernsängerin und eines italienischen Kochs, ist es stets mein Ziel, weit auseinanderliegende "Wissenshorizonte" mit meinen Inszenierungen anzusprechen und zu erreichen. Ich glaube an die Begeisterungsfähigkeit von Menschen durch das Musiktheater und möchte meine Leidenschaft für diese komplexe künstlerische Ausdrucksform gerne mit allen Menschen teilen.